Pädagogische Arbeit

Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans (BEP)

Wir setzen inhaltliche Schwerpunkte, verzichten aber nicht auf einzelne Förderbereiche. In unseren Bildungsangeboten und in der prozesshaften Zeit werden stets mehrere Kompetenzen gleichzeitig gefördert und es ist hierbei von ganzheitlicher Bildung zu sprechen.

Beteiligung der Kinder am eigenen Bildungsgeschehen

Beteiligung bedeutet „Partizipation“ im Sinne von Mitwirkung, Mitgestaltung und Mitbestimmung. Sie gründet auf Partnerschaft, Dialog und auf Freiwilligkeit seitens des Kindes. Jedes Kind bestimmt selbst die Entwicklungsschritte in seinem Entwicklungstempo. Die Kinder werden der Entwicklung entsprechend im täglichen Zusammenleben im Kindergarten an Entscheidungsprozessen beteiligt. Die Kinder können dazu ihre Meinung frei äußern und sie wird angemessen und entsprechend ihrer Entwicklung und ihrer Reife berücksichtigt. Partizipation stärkt besonders das positive Selbstbild, die Selbstverantwortung, die Konfliktlösefähigkeit und die Sprachkompetenz.

Partizipation im Alltag

  • Die Kinder haben die Möglichkeit den Morgenkreis aktiv mitzugestalten (z. B. Auswahl des Fingerspiels/Kreisspiels, Erzählinhalte, Wünsche, Gruppenkonflikte bearbeiten etc.)
  • Die Kinder haben die Möglichkeit täglich das Mal- und Bastelmaterial zu wählen
  • Die Kinder wählen den Zeitpunkt der Brotzeit, und ihren Platz am Tisch und decken diesen ein und räumen ab
  • Die Kinder haben die Möglichkeit ihrem Trinkbedürfnis jederzeit nachzukommen.
  • Die Kinder wählen in der prozessorientierten Zeit selbst die Beschäftigung und den Ort, den Spielpartner und bestimmen die Dauer des Spiels.
  • Die Kinder entscheiden selbst, wann sie an der Teilgruppe teilnehmen.
  • Die Kinder entscheiden selbstbestimmt über Besuch in einer anderen Gruppe.

Partizipation an der Planung und Durchführung von Projekten

  • Die Kinder haben die Möglichkeit ihre Lernumgebung umzugestalten, soweit es die Räumlichkeiten zulassen
  • Die Kinder haben die Möglichkeit den Verlauf der Projekte mitzugestalten
  • Die Kinder gestalten die Raumdekoration

Kindern Verantwortungsbereiche für sich und andere übertragen

  • Die Kinder ziehen sich selbständig aus und an
  • Die Kinder halten Ordnung auf ihrem Platz
  • Die Kinder leisten sich gegenseitig im Alltag kleine Helferdienste
  • Die Kinder weisen sich gegenseitig darauf hin, Ordnungssysteme einzuhalten
  • Die Kinder essen und trinken selbständig während der gleitenden Brotzeit.

Gemeinsam mit Kindern Regeln und Grenzen setzen

  • Die Kinder werden an der Entwicklung von notwendigen Gruppenregeln beteiligt.
  • Die Kinder setzen beim gemeinsamen Spiel Grenzen oder stellen eigene Regeln auf (z. B. beim Rutschen hinten anstellen etc.)

Personale Kompetenzen

Selbstwahrnehmung

Das Selbstwertgefühl ist die Voraussetzung für Selbstvertrauen und entsteht durch die bedingungslose Wertschätzung von Seiten der erwachsenen Bezugsperson (vor allem von den Eltern)
Das Selbstkonzept ist das Wissen des Kindes über die eigene Leistungsfähigkeit in sämtlichen Entwicklungsbereichen und wird z. B. durch Lob und positiver Verstärkung gestärkt.

Motivationale Kompetenzen

Autonomie erleben ist ein psychologisches Grundbedürfnis das heißt Kinder wollen selbst bestimmen was sie tun und wie sie es tun. Dies wird gestärkt, in dem den Kindern häufig Wahlmöglichkeiten geboten werden, damit sie ihr „Selbst“ entwickeln können. Die tägliche Prozesshafte Zeit bietet hierfür Möglichkeiten.
Die Kinder wollen an Herausforderungen wachsen und sich als kompetent erleben. Bei der Prozesshaften Zeit im Garten, im Turnraum oder bei kreativen Angeboten unterstützen Bezugspersonen dies durch individuelle Hilfestellung und achten auf ein angemessenes Leistungsniveau.
Die Selbstwirksamkeit ist die Überzeugung, schwierige Aufgaben oder Herausforderungen aufgrund eigener Kompetenzen bewältigen zu können. Klare und vereinbarte Regeln, sowie Konsequenzen helfen den Kindern Selbstwirksamkeit zu entwickeln.
Unter Selbstregulation versteht man, dass ein Kind sein Verhalten selbst bewerten und regulieren kann.
Durch Neugier und individuelle Interessen entwickeln die Kinder eigene Vorlieben und werden offen für Neues.

Kognitive Kompetenzen

Die Wahrnehmung durch Sehen, Hören, Tasten, Schmecken und Riechen ist grundlegend für Erkennens-, Gedächtnis- und Denkprozesse. Die Kinder werden durch ganzheitliche Erfahrungen in den Bildungsangeboten dazu angeregt.
Im Kindergartenalter ist das Denken der Kinder nur auf ihre eigene Sichtweise bezogen, daher entsprechen die Denkaufgaben dem individuellen Entwicklungsstand.
Das Gedächtnis befindet sich noch in einem frühen Entwicklungsstadium. Kinder haben die Gelegenheit sich z.B. durch Geschichten nacherzählen, Memory, Reime und Verse altersgemäßes Wissen und Kenntnisse wie Zahlen und Farben anzueignen.

Kompetenzen zum Handeln im sozialen Kontext

Soziale Kompetenzen

Durch die guten Beziehungen, die die Kinder in Tageseinrichtungen aufbauen, üben sie den gegenseitigen Respekt und Wertschätzung
Die Kinder lernen sich in andere hineinzuversetzen, Gefühle und Handeln verstehen z.B. in Konfliktsituationen den Standpunkt des anderen nachvollziehen.
Die Kommunikationsfähigkeit ist eine der wichtigsten Kompetenzen im Leben. Dazu zählt sich angemessen auszudrücken, andere ausreden lassen, zuhören können, nachfragen, sowie die Mimik und Gestik des anderen zu deuten. Dies lernen die Kinder bei Alltagsgesprächen, im täglichen Morgenkreis, bei Kinderkonferenzen oder bei Bilderbuchbetrachtungen.
Kooperation mit anderen Kindern und Erwachsenen z.B. bei Rollenspielen in den verschiedenen Ecken, bei Tischspielen und Projekten ist ein wichtiger Bestandteil des täglichen Ablaufs.
Zwischenmenschliche Konflikte treten im Kleinkind- und Kindergartenalter gehäuft auf. Die Kinder lernen mit Hilfe von Erwachsenen Konflikte zunehmend selbständig und zufriedenstellend zu lösen.

Entwicklung von Werten und Orientierungskompetenz

Die Kinder haben ein grundlegendes Bedürfnis nach sozialer Zugehörigkeit. Es ist uns wichtig den Kindern christliche und andere verfassungskonforme Werte vorzuleben und sich mit ihnen darüber auseinanderzusetzen.
Die Kinder lernen im täglichen Umgang sich in der Tageseinrichtung mit anderen auseinanderzusetzen und sich selbst zu reflektieren. Wir ermuntern die Kinder durch entsprechende Geschichten ihre Gedanken auch über ethische Fragen zu äußern.
In einer welt- und wertoffenen Gesellschaft ist es unabdingbar, dass Kinder offen auf Personen mit anderen Werten, Einstellungen und Sitten zugehen, anderen Menschen Wertschätzung entgegenbringen und sich der eigenen Kultur zugehörig fühlen. Die Kinder erleben das täglich in der eigenen Gruppe.
Jedes Kind ist ein einzigartiges Individuum und hat das Recht als solches anerkannt zu werden, egal ob es behindert oder nicht behindert, schwarz oder weiß, männlich oder weiblich ist. Durch unsere pädagogische Zielsetzung und den partnerschaftlichen Erziehungsstil gehört das für uns zur Grundhaltung gegenüber Kinder und Eltern.
Solidarität heißt in der Gruppe zusammenzuhalten und sich füreinander einzusetzen. Wir bestärken die Kinder ihre eigenen Bedürfnisse und Wünsche zum Ausdruck zu bringen.

Fähigkeit und Bereitschaft zur Verantwortungsübernahme

Kinder lernen, dass sie selbst für das eigene Verhalten und Erleben verantwortlich sind und dass sie ihr Verhalten anderen gegenüber kontrollieren können. Bei der Konfliktlösung reflektieren die Kinder mit dem Erzieher das eigen Verhalten und erarbeiten Lösungsstrategien.
Verantwortung anderen Menschen gegenüber heißt für uns, dass die Kinder erlernen, sich für Schwächere, Benachteiligte und Unterdrückte einzusetzen und darauf Rücksicht zu nehmen.
Es ist uns wichtig, dass Kinder Sensibilität für alle Lebewesen und die natürlichen Lebensgrundlagen entwickeln und dabei lernen, ihr eigenes Verhalten zu überprüfen, inwieweit sie selbst zum Schutz der Umwelt und dem schonenden Umgang mit ihrer Ressourcen beitragen können. Die Kinder lernen im Alltag z. B. Müllvermeidung und Mülltrennung.

Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe

Die Kinder lernen Entscheidungsfindung und Konfliktlösung auf demokratischem Weg z.B. im Gespräch oder bei der Kinderkonferenz durch Konsensfindung oder Abstimmungen, nicht aber durch Gewalt und Machtausübung. Sie können Gesprächs- und Abstimmungsregeln akzeptieren und einhalten.
Die Kinder lernen, den eigenen Standpunkt einzubringen und zu überdenken, eine eigene Position zu beziehen und nach außen zu vertreten, aber auch andere Meinungen zu akzeptieren und Kompromisse zu schließen. Die tägliche Prozesshafte Zeit ist hierbei ein vielfältiges Lernfeld.

Lernmethodische Kompetenz – Lernen, wie man lernt

Lernmethodische Kompetenz ist die Grundlage für einen bewussten Wissens- und Kompetenzerwerb und der Grundstein für schulisches und lebenslanges Lernen. Das Wissen und die Handlungsfähigkeit muss kontinuierlich erweitert und ganzheitlich (mit allen Sinnen) erworben werden. Die lernmethodische Kompetenz wird durch die Auseinandersetzung mit bestimmten Inhalten z.B. Thema des Wochenplans, geplanten Aktivitäten und die gezielt unterstützte prozessorientierte Zeit gefördert.
Kinder beschaffen sich durch sprachliche Auseinandersetzung und selbständiges Handeln gezielt Informationen, erwerben dadurch neues Wissen und geben diesem eine Bedeutung. Mit Informationen aus Medien soll kritisch umgegangen werden.
Die Kinder können ihr Wissen, z. B. zur Problemlösung in unterschiedlichen Situationen flexibel nutzen.
Durch das Ausprobieren verschiedener Lernwege üben die Kinder vorgegebene Lernaufgaben anzugehen, eigene Fehler zu entdecken und korrigieren, sowie ihre Leistung zutreffend einzuschätzen.

Kompetenter Umgang mit Veränderungen und Belastungen

Das Kind kann eigene Entwicklungsaufgaben auch unter erhöhten Anforderungen kompetent mitgestalten und aktiv lösen. Das Kind wird ermutigt neue Wege zu gehen Es entwickelt dabei Widerstandsfähigkeit (Resilienz).
Das Kind entwickelt die Fähigkeit zur Eigenaktivität und Verantwortungsübernahme.
Die kindorientierte Eingewöhnungs- oder Umgewöhnungsphase und die Begleitung in schwierigen Situationen ermöglicht den Kindern nach eigenem Tempo die Entwicklungsschritte zu gestalten und kann später bei neuen Übergängen oder Belastungen auf die Erfahrungen zurückgreifen.

Themenbezogene Bildungs- und Erziehungsbereiche

Werteorientierung und Religiosität

Das Kind wird durch das Erzählen von biblischen Geschichten mit Legearbeit, singen von religiösen Liedern, Gebeten und das Vorbereiten und Feiern verschiedener religiöser Feste (St. Martin, Nikolaus, Weihnachten, Ostern, …) an den christlichen Glauben herangeführt

Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte

Emotionale und soziale Kompetenzen sind Voraussetzung für die Integration in eine soziale Gemeinschaft. Dafür braucht das Kind soziales Verständnis, Empathie und Perspektivenübernahme. Grundlegend sind hierfür die positiven Beziehungen mit Erwachsenen und Kindern im familiären Umfeld sowie in der Tageseinrichtung. Gefördert wird dies z.B. durch Alltagssituationen in denen auch Konflikte bewältigt werden müssen, Rollenspiele in den verschiedenen Ecken und Bilderbücher

Sprache und Literacy

Sprachkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation für den schulischen und beruflichen Erfolg, sowie zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Literacy sind die vielfältigen Erfahrungen rund um Bücher, Erzähl-, Reim- und Schriftkultur. Die Ausdrucksweise, der Wortschatz, die Grammatik, das Sprachverständnis und die Körpersprache werden in unserer Einrichtung z.B. beim Alltagsgespräch, beim Morgenkreis, bei der Kinderkonferenz, mit Bilderbüchern, Fingerspielen, Reimen, Erzählungen und Märchen gefördert. Lesen und schreiben lernen gehört in den Bereich der Grundschule.

Informationstechnik und Medienkompetenz

Kinder kommen von klein auf in ihren sozialen Lebensräumen mit Medien in Berührung. Medienkompetenz bedeutet bewussten, kritisch reflektierten, sachgerechten, selbstbestimmten und verantwortlichen Umgang mit Medien. In unserem Kindergarten lernen die Kinder durch gezielte Begleitung und zunehmender Selbständigkeit überwiegend den Umgang mit Druckmedien (Bücher, Zeitungen, Broschüren). Die technischen Medien werden in der Regel zur Wissensbeschaffung genutzt.
Die Häufigkeit im Umgang mit den technischen Medien liegt in erster Linie im Verantwortungsbereich der Eltern.

Mathematische Bildung

Auch im Kindesalter ist die Welt voller Mathematik z. B. geometrische Formen, Zahlen, Mengen und Zeit. Mathematisches Grundverständnis ist für Orientierung im Alltag unabdingbar. Mathematik muss erlernt werden, dies geschieht im Austausch mit Erwachsenen durch das bewusste erforschen von Größen, Gewicht, Zeit und Raum, sowie Messvorgängen. Ebenso erlernen die Kinder bei Ordnungsstrukturen, Rhythmen, Muster, Formen, Zahlenbegriffe und Zahlenbilder. Die wechselnde Auswahl an Regel- und Legespielen, die Zahlentreppe, das Konstruktionsmaterial oder auch Alltagssituationen bieten hierfür viele Möglichkeiten. Der frühe spielerische und freudige Umgang mit Mathematik ist auch wichtig für einen positiven Bezug zum späteren Schulunterricht.

Naturwissenschaften und Technik

Das Interesse der Kinder an Alltagsphänomenen, der Natur mit Pflanzen und Tieren sowie der Technik gehört für die Kinder zum Begreifen der Welt. Sie wollen selbständig mit Materialien experimentieren, mehr über die vier Elemente (Erde, Wasser, Luft, Feuer) oder das Wetter erfahren und all ihre Fragen beantwortet haben. Durch die tägliche Prozesshafte Zeit im Garten, Versuche in Kleingruppen, das Erarbeiten von Sachbüchern oder Besuche am Bach wird die naturwissenschaftliche Kompetenz altersgerecht gebildet.

Umwelt

Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt ist sehr wichtig und der Grundstein dafür kann schon früh gelegt werden. Zum Bereich der Umwelterfahrung gehören zum einen die Naturbegegnung und zum anderen das Wissen über Umweltverschmutzung und –zerstörung. Die Kinder erleben bei der Brotzeit die Mülltrennung. Sie lernen Trinkwasser als höchstes Gut zu schützen. Kinder philosophieren über Umweltprobleme, erkennen dadurch Zusammenhänge und können daraus eigene Handelsmöglichkeiten entwickeln.

Ästhetik, Kunst und Kultur

Die ästhetische Bildung und Erziehung hat immer mit der Auseinandersetzung von Kunst und Kultur zu tun. Die Kinder entfalten dabei ihr kreatives, künstlerische Potenzial und ihr Urteilsvermögen darüber. Kreativität ist die Fähigkeit, im Denken neue und unerwartete Wege zu gehen. Durch die Stärkung der Kreativität wird den Kindern auch die Entfaltung der Persönlichkeit ermöglicht. Wir bieten den Kindern hierfür Raum, Material und Techniken im bildnerischen Gestalten (Basteltisch) an. Durch die Möglichkeiten in der Puppenecke oder auch in den Konstruktionsecken können die Kinder im darstellenden Gestalten ihre Ideen entwickeln und umsetzen.

Musik

Zur musikalischen Bildung gehört vor allem die Freude des Kindes am gemeinsamen Musizieren, Singen und Tanzen zu wecken und dadurch die gesamte Persönlichkeit zu bilden. Musik und Tanz ist Ausdruck von Wohlbefinden, Kreativität, Sozialem Miteinander, Kultur, Sprache, Kognitiven Kompetenzen und Körperbewusstsein. Die Kinder haben die Gelegenheit mit Musik zu experimentieren, selber Musik zu machen und das eigene Empfinden zu erleben. Das gemeinsame Singen und Tanzen in der Gruppe und auch gruppenübergreifend ist in unserer pädagogischen Arbeit eine grundlegende Beschäftigung.

Bewegung

Bewegung ist ein natürlicher Drang, sowie eine grundlegende freudige Betätigung für Kinder und ist im Vorschulalter für die Gesundheit und das Wohlbefinden unverzichtbar. Durch Bewegung erforschen und begreifen die Kinder ihre Umwelt. Nur so können Wahrnehmung, kognitive Denkvorgänge, soziale Kompetenzen, Selbstbewusstsein und Motorik entwickelt werden. Daher gehören das tägliche Prozessorientierte Zeit im Garten, sowie gezielte und freie Beschäftigungsangeboten im Turnraum zu festen Aktivitäten unserer pädagogischen Arbeit.

Gesundheit

In der Gesundheitsförderung sollte den Kindern „zu einem höheren Maß an Selbstbestimmung über ihre Gesundheit ermöglichen und sie damit zur Stärkung ihrer Gesundheit befähigen“ (Ottawa-Charta). Die geht weit über die gesunde Ernährung hinaus und bedeutet die Heranführung an die Übernahme von Eigenverantwortung für Körper und Gesundheit. Das Kind lernt seinen Körper, Sexualität und die eigenen Bedürfnisse, Körperpflege und Hygiene kennen. Das Kind entwickelt zunehmend Ernährungs-, Körper- und Gesundheitsbewusstsein, Sicherheit und Schutz um die Selbstbestimmung übernehmen zu können. Die Brotzeitsituation, gemeinsames Kochen, das Projekt „Gesunde Ernährung“, der Besuch des Zahnarztes, die Bewegung im Turnraum und im Freien bieten dazu vielfältige Bildungsinhalte.