Inklusion

Die Aufnahme von behinderten oder von Behinderung bedrohter Kinder ist für uns seit 1994 im Kindergarten und seit 2013 in der Kinderkrippengruppe ein Selbstverständnis. Wir sind der älteste Inklusionseinrichtung im Landkreis Straubing-Bogen. In einer Inklusionsgruppe in der Kinderkrippengruppe und in der Kindergartengruppe spielen und lernen circa 15 Kinder pro Gruppe miteinander, davon bis zu fünf behinderte oder von einer Behinderung bedrohte Kinder. Bei weniger als fünf behinderte oder von einer Behinderung bedrohte Kinder wird eine Einzelintegration angeboten, dabei reduziert sich die Gruppestärke je nach Anzahl der Kinder. Der Träger entscheidet über die Einrichtung einer Inklusionsgruppe oder Einzelintegration. Über die Aufnahme der Kinder entscheiden der Träger und das Kindertagesstättenteam unter Einbeziehung der jeweiligen momentanen Rahmenbedingungen der Gruppe und der Einrichtung. Die zusätzliche personelle Ausstattung ergibt sich aus der Anzahl und Buchungsdauer der Kinder.

Zusätzliche Aufnahmeunterlagen
(Formblätter gibt es in der Kindertagesstätte)

  • Ärztliches Attest vom Facharzt, welches den besonderen Förderbedarf des Kindes aufzeigt
  • Antrag auf Leistung der Eingliederungshilfe nach § 53 Sozialgesetzbuch für die integrative Tagesbetreuung für behinderte oder von Behinderung bedrohte Kinder in Kindertageeinrichtungen (Bezirk Niederbayern)

Ziele der Inklusion

Die verminderte Gruppenstärke bietet Kindern mit erhöhtem Förderbedarf individuelle Entwicklungschancen und das Gefühl der Zugehörigkeit der Gemeinschaft.
Das Kind hat die Möglichkeit individuelle Unterschiede als gegenseitige Bereicherung und nicht als Ausschlusskriterium zu erleben.
Das Kind hat Gelegenheit die Regeln des Zusammenlebens zu erforschen und in Konfliktsituationen kreative Lösungen zu finden.
Sie dient dem Abbau von Berührungsängsten und Vorurteilen.

Leistungen der Inklusion

  • vielfältige Entwicklungsanreize
  • individuelle Pflege und Versorgung
  • gezielte Maßnahmen zur Förderung in Teilgruppe oder einzeln
  • Kontaktvermittlung für Fachdienste, Therapeuten und Schulen
  • Austausch mit Eltern, Therapeuten und Fachdiensten
  • Ganzheitliche Beobachtung und Erstellung eines Förderplans
  • Ansprechpartner für Einschulungsfragen

Zusammenarbeit mit Fachdienste

Die Aufnahme von Kindern, die von einer Entwicklungsverzögerung oder Behinderung betroffen oder bedroht sind, macht die Zusammenarbeit mit Fachdiensten und Förderstellen erforderlich, damit sich die Kinder optimal im Rahmen ihrer Möglichkeiten sich entwickeln können. Die Eltern sollten sich im Rahmen ihrer Erziehungsverantwortung dadurch gut unterstützt und beraten fühlen. Die Kontaktaufnahme und Zusammenarbeit erfolgt ausschließlich mit Einverständnis der Eltern. Fachdienste, Eltern und Kindertageseinrichtung arbeiten eng zusammen und stimmen das Förderkonzept aufeinander ab.