Grundsätze der Pädagogischen Arbeit

Pädagogische Zielsetzung

Leitziel der pädagogischen Bemühungen ist der beziehungsfähige, wertorientierte, schöpferische Mensch, der sein Leben verantwortlich gestalten und den Anforderungen in Familie, Staat und Gesellschaft gerecht werden kann.

Wir haben für unsere Kindertagesstätte in unserem Qualitätshandbuch zusätzlich zu den Basiskompetenzen und den Förderschwerpunkten im Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan (BEP) Schwerpunktziele für unsere pädagogische Arbeit entwickelt.

Die Kinder entwickeln Selbständigkeit und eigene Persönlichkeit

In unserer Gesellschaft müssen Kinder früh eigenständige Entscheidungen treffen. Die vielfältigen Möglichkeiten und Beeinflussungen erfordern selbstbewusstes Handeln. Deshalb unterstützen wir von Anfang an die Selbständigkeit der Kinder und tragen so dazu bei, dass sie sich zu eigenständigen Persönlichkeiten mit sozialen Kompetenzen entwickeln. Wir freuen uns über Kinder, die eine eigene Meinung entwickeln und diese selbstbewusst vertreten.

Die Kinder akzeptieren das Anderssein von Menschen und gehen offen auf andere zu

Für den einzelnen Menschen bedarf es in einer Zeit von gesellschaftlichem Wandel ein hohes Maß an Autonomie, um Eigeninteresse und Gemeinsinn miteinander verbinden zu können. In einer Gruppe mit Kindern verschiedenen Entwicklungsstandes, verschiedener Kulturen, verschiedener Interessen und Bedürfnisse erhöht sich die Chance für jedes Kind, Spiel- und Lernpartner zu finden, sich im gegenseitigen Nehmen und Geben von Hilfe zu üben, zu ergänzen und Freundschaften im Wohnumfeld zu schließen. Wir freuen uns auf Kinder die in ihrer Individualität miteinander spielen und lernen.

Die Kinder erfahren die Grundwerte des christlichen Glaubens und entwickeln Achtung vor der Schöpfung

Grundwerte gegenüber den Mitmenschen und der Umwelt unterliegen zunehmend einem ständigen Wandel. Die Folge ist, dass vielen Menschen damit oft auch im Alltag Halt und Sicherheit verloren geht. Uns ist es wichtig, Werte an die Kinder weiterzugeben, die mit einer christlichen Grundhaltung und Achtung vor anderen Kulturen und Religionen verbunden sind, um ihnen Orientierungshilfen für den Alltag zu bieten. Wir freuen uns über Kinder, die mit ihren Eltern und uns diesen Weg versuchen.

Die Kinder entwickeln kognitive und kreative Fähigkeiten

Insbesondere die Anforderungen der zukünftigen Situationen in der Arbeitswelt machen es erforderlich, dass Kinder Fähigkeiten entwickeln, die sie durch ganzheitliche Förderung lernen können. Die Weiterentwicklung der Lernerfahrungen orientiert sich am Entwicklungsstand des Kindes. Im Spiel erlangt das Kind die Grundvoraussetzungen für die weitere Entwicklung und hat dadurch die Chance alle Entwicklungsbereiche weiterzuentwickeln und zu verknüpfen. Wir freuen uns über Kinder, die neugierig, aktiv und erfinderisch sind und mutig neue Wege gehen.

Das Spiel als pädagogisches Prinzip

Bedeutung des Spiels für das Kind

Die Grundvoraussetzung für die Entwicklung des Kindes ist das Spiel. Spielen ist die den kindlichen Bedürfnissen am ehesten entsprechende Tätigkeit und steht deshalb im Mittelpunkt unsere Erziehungs- und Bildungsaufgabe.
Im Spiel hat das Kind die Chance, alle Entwicklungsbereiche zu bilden, zu stärken und zu verknüpfen.
Das Spiel bedeutet für das Kind die Möglichkeit, Kontakte zu anderen Gruppenmitgliedern aufzunehmen und Probleme selbständig zu lösen.
Das Spiel hilft dem Kind die vielfältigen Umwelterfahrungen zu verarbeiten und ermöglicht letztendlich den Erwerb von persönlichen und sozialen Kompetenzen.
Das Spiel gewährleistet den Erwerb von Wissen.

Während der prozesshaften Zeit hat das Kind die Möglichkeit, seine Zeit aktiv selbst zu gestalten. Es entscheidet eigenständig über Spielmaterial, Spielpartner und Räumlichkeiten und zeitliche Dauer seiner Tätigkeiten. Sie bietet dem Kind die Möglichkeit, Spiel- und Ruhephasen nach eigenen Bedürfnissen frei einzuteilen. Das Kind kann die angebotenen Freiräume für kreatives Spiel und ausdauernde Beschäftigung nutzen. Dabei entwickelt es selbständiges Handeln und Eigeninitiative.

Unabhängig vom Wetter unterstützen wir durch regelmäßiges Freispiel im Garten den natürlichen Bewegungsdrang der Kinder und bieten ihnen vielfältige Möglichkeiten zur Entwicklung von motorischen und sozialen Kompetenzen.

Der partnerschaftliche Erziehungsstil

Das Kind wird von uns als eigene Persönlichkeit mit eigener Biographie geschätzt und angenommen und auf dem Weg seiner weiteren Entwicklung unterstützt und begleitet. Wir sehen die Person des Kindes ganzheitlich und geben dem Kind Entwicklungsanreize in allen Bereichen.
Wir sehen unsere Aufgabe darin, das Kind bei seiner Auseinandersetzung mit der Welt zu begleiten und dabei seine Persönlichkeit zum Ausdruck bringen. Es ist unsere Überzeugung, dass Kinder schöpferisch lernen, deshalb brauchen die Kinder ihre eigenen Wege und Methoden.
Alle Kinder sollen bei uns Kompetenzen für ihre derzeitigen und zukünftigen Lebenssituationen erwerben. Grundlage dafür ist eine Atmosphäre, die gekennzeichnet ist durch Geduld, Verständnis, Vertrauen und Verlässlichkeit.
Durch uneingeschränkte Achtung der Persönlichkeit und Wertschätzung schaffen wir ein Gefühl des Angenommenseins. Auf dieser Basis ist es möglich Kinder zur Mitsprache und Partizipation anzuregen und an Problemlösungen zu beteiligen. Getroffene Absprachen, sowie die mit den Kindern gemeinsam aufgestellten Regeln, haben für uns alle eine große Verbindlichkeit.

Beobachtungen von Lern- und Entwicklungsprozessen

Beobachtungen von Lern- und Entwicklungsprozessen der Kinder bildet für unsere Kindertageseinrichtung eine wesentliche Grundlage für das pädagogische Handeln. Aussagekräftige Beobachtungsergebnisse vermitteln Einblicke in das Lernen und in die Entwicklung von Kindern. Sie sind die Grundlage für regelmäßige Entwicklungsgespräche mit Eltern im Rahmen einer Bildungs- und Erziehungspartnerschaft.
Zudem fördern sie den fachlichen Austausch und die kollegiale Zusammenarbeit in der Einrichtung und sind hilfreich, um die Qualität und Professionalität der pädagogischen Arbeit nach außen darzustellen und sichtbar zu machen. Sie sind eine Hilfe für den Austausch und die Kooperation mit Fachdiensten und Schulen.
Beobachtungen werden für jedes Kind und innerhalb unserer Einrichtung nach einem einheitlichen Grundschema durchgeführt und aufgezeichnet.

In unserer Kinderkrippengruppe verwenden wir hierzu das Entwicklungsscreening von Petermann und die Entwicklungsskala von Beller. Zur Dokumentation der Beobachtungen zur Entwicklung des Kindes schreiben die Gruppenmitarbeiterinnen einmal jährlich eine Bildungs- und Lerngeschichte.

Im Kindergarten dienen als Beobachtungsinstrumente KOMPIK, Seldak, Sismik und Förderplan für Kinder mit erhöhtem Förderbedarf.